Haus der Jugend

Struktur im Haus der Jugend (Fertigstellung 2017)

Der Unterricht in den Kernfächern soll ähnlich wie im „Haus der Kindheit“ gegliedert werden in den Unterricht im Kompetenzrasterband und in den Kompaktkursen. Im Kompetenzrasterband entfällt der wahlfreie Tag, die parallele Organisation innerhalb einer Säule bleibt aber erhalten, damit das Fachraumprinzip genutzt werden kann. Gleichzeitig bleibt so im „Haus der Jugend“ ein zentraler Kern an gemeinsamem inklusiven Unterricht bestehen. Die Kompaktkurse finden weiterhin zweistündig in jahrgangsbezogenen Gruppen statt. Hinzu kommt allerdings eine äußere Leistungsdifferenzierung in E- und G-Kurse. Damit auch ohne den Einsatz von Teilungsstunden sinnvolle Kursgrößen von etwa Klassenverbandsstärke entstehen, werden die Kompaktkurse im ganzen „Haus der Jugend“ parallel unterrichtet. Ein Lernjahr hat zur gleichen Zeit das gleiche Fach. Die Anzahl der E- bzw. G-Kurse richtet sich nach den Schülerzahlen der jeweiligen Niveaustufe. Die G-Kurse werden zusätzlich von einer Lehrkraft aus dem Bereich „Unterstützende Pädagogik“ betreut.

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Wie auch im „Haus der Kindheit“ soll der Unterricht im „Haus der Jugend“ in allen Fächern mit Ausnahme der drei Kernfächer ausschließlich in jahrgangsgemischten Lerngruppen stattfinden. Die Inhalte der Bildungspläne werden in diesen Fächern von den Fachkonferenzen wiederum so verteilt, dass sie sich in einem Dreijahresrhythmus wiederholen bzw. sich prüfungsrelevante Grundlagen in einem Spiralcurriculum jährlich wiederholt werden. Das Fach Naturwissenschaften soll im „Haus der Jugend“ einige organisatorische Besonderheiten aufweisen:
1. Je 4 Schülerwochenstunden, organisiert als Doppelstunden mit halbjährlichem Wechsel, sollen in jedem der drei Fächer Physik, Chemie und Biologie im „Haus der Jugend“ erteilt werden. Dabei soll der Unterricht in den Fächern Physik und Chemie in äußerer Differenzierung in E- und G-Kurse bei weiterhin jahrgangsgemischten Gruppen stattfinden. Da-durch beginnt die äußere Differenzierung in diesen Fächern bereits mit dem 4. Lernjahr (8. Klasse).
2. Um auch im Fachbereich Naturwissenschaften einen inklusiven Kern an gemeinsamem Unterricht zu behalten, wurden 3 Schülerwochenstunden des fachübergreifenden Naturwissenschaften-Unterrichts aus dem „Haus der Kindheit“ in das „Haus der Jugend“ verlagert. Der NW-Unterricht wird im inklusiven und jahrgangsgemischten Klassenverband als 1 Doppelstunde für je ein 1 Halbjahr pro Schuljahr organisiert.

Eine Besonderheit im „Haus der Jugend“ ist der „Zukunftstag“. Hier wird in besonderer Weise deutlich, wie die Schülerinnen und Schüler beginnen, sich in sehr unterschiedlicher Weise auf ihre Zukunft nach der Schule vorzubereiten. Für ein Teil der Schülerschaft bedeutet das die Vorbereitung auf die Gymnasiale Oberstufe mit der Fortführung der 2. Fremdsprache. Andere Schüler bereiten sich in Schülerfirmen im Rahmen des alternativen Wahlpflichtunterrichts auf die Arbeitswelt nach der Schule vor. Im Fach WAT steht für die Lernjahre vier und fünf die Berufsorientierung im Mittelpunkt, während gleichzeitig Schülerinnen und Schüler des 6.Lernjahres im Rahmen eines Jahresbetriebspraktikums diesen Tag ein Jahr lang in einem Betrieb verbringen.