Raum und Inklusion

Auf dem Weg zur inklusiven Oberschule strebt die neue Paula ein verändertes Raumkonzept an, bei dem die Raumnutzung von einem strengen Klassen- und Fachraumprinzip zu einem Konzept der Zonierung wechselt. Statt separaten Klassenräumen für Schülerinnen und Schüler mit einem Förderbedarf werden im „Haus der Kindheit“ Lernzonen geschaffen, die den Ansprüchen aller Schülerinnen und Schüler genügen sollen.
In einer Projektbeschreibung von „Seestadt Immobilien“ zur baulichen Umgestaltung der „Neuen Paula heißt es:

„(…) Die Paula-Modersohn-Schule hat ein bundesweit anerkanntes Konzept erarbeitet, mit dem sie den schulgesetzlichen Entwicklungsauftrag zur Oberschule beantwortet und den Ansprüchen einer inklusiven Beschulung gerecht wird. In diesem sich langsam entwickelnden Prozess sind Pädagogik, Pädagogen und Gebäude aufeinander zu gewachsen, mit dem Ergebnis einer nicht nur pädagogisch veränderten Schule, sondern auch einer räumlich innovativen Schule mit geringstmöglichem Ressourceneinsatz.
In einem intensiven Dialog zwischen Seestadt Immobilien, Schulamt, Architekten und den pädagogisch Verantwortlichen der Schule wurde eine Umbauplanung erarbeitet, die im vorhandenen Raumbestand die konzeptionellen Veränderungen der bisherigen 3-zügigen Schule mit kooperativer Beschulung zur 4-zügigen inklusiven Oberschule umfassend unterstützt. (…)“

Im November 2015 wurde das Forschungsvorhaben „Raum und Inklusion“ im Rahmen der Inklusionstage in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft hat es initiiert und fördert es gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Dieses Forschungsvorhaben ist Teil der Maßnahmen des Bundesministeriums für den Nationalen Aktionsplan Inklusion 2.0.
Aufgrund ihrer besonderen Anstrengungen in diesem Bereich wurde die Paula als eine der deutschen Referenzschulen in das Forschungsprojekt aufgenommen. Die Forschungsstudie wird in einem Forschungsverbund durchgeführt vom Lehrstuhl für internationale Lehr-/Lernforschung (Professor Dr. Kersten Reich) der Universität zu Köln und dem bueroschneidermeyer (Dipl. Ing. Jochem Schneider). Der Arbeitsprozess wird in drei Phasen strukturiert:
1. Recherche
2. Vergleich
3. Auswertung und Empfehlung

Nähere Informationen dazu sind hier zu finden:

Gemeinsame Studie „Raum und Inklusion“ mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung vorgestellt

Dies ist der derzeitige Stand: Zehn Schulen beispielhaft

„(…) Nachdem in den letzten Monaten elf Schulen in Deutschland und sechs internationale Schulen unter Einbeziehung von Experten mit direktem Praxisbezug besucht wurden, sind von den besuchten Schulen zehn Referenzprojekte sowie drei Schulen in Planung aus Köln, München und Stuttgart ausgewählt worden. Die zehn gebauten Projekte sind: Rosenmaarschule, Köln; Grundschule auf dem Süsteresch, Schüttorf; Grundschule Berg Fidel, Münster; Grund- und Mittelschule, Thalmässing; Gebhardschule, Konstanz; Paula-Modersohn-Schule, Bremerhaven; Freiherr-vom-Stein-Schule, Neumünster; Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule, Göttingen. International: Meduxnekeag Consolidated School, Woodstock, Kanada; Oulun Normaalikoulu, Oulu, Finnland. (…)”

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Fertigstellung der Studie ist für Mitte 2017 geplant.