Kompetenzraster

Input

Fachleute sprechen davon, dass gute Schulen höchstens noch 30% Frontalunterricht haben. „Input“ ist ein Ersatz für Frontalunterricht in der „Neuen Paula“. Im Kompetenzrasterband (Deutsch, Mathe, Englisch) arbeiten die Kinder an ihren jeweils eigenen Aufgaben. Es gibt aber immer einige, die an der gleichen Stelle sind. Diese holen wir im Klassenraum zusammen, während die Kompetenzrasterarbeit läuft, und erarbeiten mit ihnen gemeinsam die Kenntnisse, die sie brauchen, um alleine mit ihren Checklisten weiter zu arbeiten. Im Elternhandbuch haben wir darüber so geschrieben: Im Gegensatz zu einer klassischen Unterrichtsstunde aus Orientierungsgrundlage, Erarbeitung, Anwendung und Festigung besteht eine Inputphase nur aus der Erarbeitungsphase. Die Orientierung ergibt sich aus dem Durchlaufen des Kompetenzrasters. Die Anwendung und Festigung findet in der Kompetenzrasterarbeit über die Check- und Trainingslisten statt.

Flüsterstunde

Die Flüsterstunde beginnt mit einem akustischen Signal. Zuvor wird jeder Tischgruppe, die in der Regel aus vier Schülerinnen und Schülern besteht, eine laminierte Flüsterkarte ausgehändigt, und es wird eine Flüsterwächterin oder ein Flüsterwächter bestimmt (entweder von der Tischgruppe oder der Lehrkraft). Die Aufgabe der Flüsterwächterin / des Flüsterwächters ist, auf eine ruhige Arbeitsatmosphäre zu achten und auch dafür zu sorgen.

Das Soundear
Das Soundear

Das Soundear, eine akustische Messeinrichtung zur Ermittlung des Schallpegels, zeigt an, wie hoch der Geräuschpegel im Klassenraum ist. Ist der Geräuschpegel zu hoch, werden entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung des Geräuschpegels ergriffen. Zunächst werden die Flüsterwächter aktiv. Aber auch die Lehrkraft greift bei Störungen ein.

Die Flüsterstunde endet mit einem akustischen Signal. Anschließend entscheidet die Flüsterwächterin/der Flüsterwächter die Anzahl der zu vergebenden Flüsterpunkte für die komplette Tischgruppe (maximal 5 Punkte). Die Lehrkraft bestätigt oder gibt zu bedenken, ob die Entscheidung angemessen ist. Die Flüsterpunkte werden auf der individuellen Flüsterkarte jeder Schülerin/jedes Schülers vermerkt.

Anschließend werden Eintragungen in das Bordbuch vorgenommen und das Material weggeräumt. Hier kommen auch die Schrankwächter zum Einsatz.

Das Bordbuch

Das Bordbuch befindet sich im Hausordner. Es erfüllt mehrere Funktionen: in erster Linie für unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch für deren Eltern und für uns Lehrkräfte. Es dient der Planung, der Kontrolle, der Selbsteinschätzung, der Beratung und ist gleichzeitig Hausaufgabenheft sowie ab dem 2. Halbjahr des Schuljahres 2012/13 auch Dokumentation der Tests.

Das Bordbuch
Das Bordbuch für die Arbeit im Kompetenzraster

Unsere Schülerinnen und Schüler entscheiden für jede Unterrichtswoche, an welchem Schultag sie im Kompetenzrasterband Deutsch, Mathematik oder Englisch wählen. In der Regel kann einmal in der Woche ein Fach zwei Mal gewählt werden, weil anvier Tagen in der Woche zwei Stunden im Kompetenzrasterband erteilt werden. Die drei Hauptfächer werden mit folgenden Farben markiert: Deutsch mit der Farbe Gelb, Mathematik mit Grün, Englisch ist orangefarben. Zu Beginn der KR-Band-Stunden tragen unsere Schülerinnen und Schüler in der Kopfzeile das Datum sowie das Fach ein und markieren das Fach mit der entsprechenden Farbe. Dann füllen sie mit Hilfe ihrer Checkliste die Planung aus („Ich plane für heute:“).

Nach Beendigung der Flüsterzeit kontrollieren unsere Schüler, was sie geschafft haben und füllen das entsprechende Feld aus („Ich habe geschafft: “).

Das, was sie sich vorgenommen haben, jedoch nicht geschafft haben, wird auf der folgenden Seite als Hausaufgabe eingetragen. Hier können auch als Vorbereitung für die nächste KR-Band-Stunde weitere Aufgaben von der Checkliste übertragen werden.

Zum Schluss kommt die Selbsteinschätzung: mit der entsprechenden Farbe wird auf einer Skala von 1-10 markiert: „So stark habe ich mich im KR-Band angestrengt:“

Die Eltern haben mit Hilfe des Bordbuches, das sich im Hausordner befindet, die Möglichkeit, den Lernfortschritt ihres Kindes zu überprüfen: einerseits durch Eintragung der Planung, des „Geschafften“, der Selbsteinschätzung und der Hausaufgabe für jede Kalenderwoche und andererseits ab dem 2. Halbjahr auch durch die Dokumentation der geleisteten Tests. Somit ist eine Kontrolle über das, was in der Schule geschieht, für die Eltern gewährleistet.

Wir Lehrkräfte nehmen uns zu Beginn der KR-Band-Stunden die Zeit, die Eintragungen unserer Schüler für ihre Planung zu kontrollieren und beraten, wenn Unklarheiten bestehen. Am Ende der KR-Band-Stunden wird erneut überprüft, ob alle Eintragungen vollständig sind und gegebenenfalls beraten, welche Hausaufgabe sinnvoll ist.

(Ingrid Hörnschemeyer)